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Gute Qualität

Welcher Honig ist der beste? Der Stiftung Warentest zeigt, dass vor allem Günstige punkten!

Honig Stiftung Warentest
© Getty Images/alvarez

Egal, wo auf der Welt: Honigbienen arbeiten immer nach dem gleichen Prinzip. Sie sammeln Nektar und andere süße Sekrete von Pflanzen, fliegen sie in ihren Stock und verarbeiten dort alles zu Honig. Guter Honig kann von überall herkommen – das zeigt der aktuelle Stiftung Warentest, der ganze 24 Blütenhonige untersucht hat, eindrucksvoll.

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Honig zählt zu den meistverfälschten Lebensmitteln – umso überraschender ist das Ergebnis des aktuellen Tests der Stiftung Warentest. Discounter-Mischungen aus aller Welt und zwei Honige von Familienbetrieben aus Deutschland schneiden hervorragend ab, während vier heimische Produkte enttäuschen. Die gute Nachricht: Verfälschungen fanden die Tester in keinem der 24 untersuchten Blütenhonige.

Die besten Honigsorten laut Stiftung Warentest

Insgesamt schneiden 14 der 24 getesteten Produkte mit der Note „gut“ ab – eine erfreuliche Bilanz. Die Preise der Testsieger unterscheiden sich dabei erheblich: Vom Premium-Honig für knapp 13 Euro pro Kilo bis zum Discounter-Schnäppchen für nur rund 2,80 Euro ist alles dabei. Hier die Top 5 im Detail, die gesamten Ergebnisse kannst du mit einem kostenpflichtigen Abo hier nachlesen.

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Platz 1: Breitsamer Honig – Frühlingssummen (Note 1,8)

Breitsammer Honig: Frühlingssummen

Das Produkt ist nicht mehr verfügbar. Zuletzt geprüft: 05.04.2025 00:38 Uhr

Der Testsieger kommt von der Traditionsmarke Breitsamer mit dem bezaubernden Produktnamen „Frühlingssummen“. Er kostet rund 9 Euro bei Amazon (500 Gramm). Die Tester*innen vergeben die Gesamtnote „gut“ (1,8) und beschreiben ihn als „sehr hell bis hell“, mit teilkristalliner und feincremiger Konsistenz. Im Geschmack punktet er mit süßen, blumigen Noten und einem leicht herben, ausgewogenen Aroma. Ein besonderes Merkmal: Es handelt sich um ein „Gemeinschaftswerk dänischer und deutscher Bienen“, da der Honig aus beiden Ländern stammt.

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Platz 2: Aldi-Honige überzeugen (Note 1,9 und 2,0)

Gleich zwei Aldi-Produkte schaffen es auf die Spitzenplätze – mit identischer Bewertung:

  • Aldi Gut Bio Honig cremig (Note 1,9) überzeugt mit aromatischem, pflanzlichem Geschmack in Bio-Qualität. Preis: 3,75 Euro
  • Aldi Nord Goldland Bienenhonig cremig (Note 2) punktet mit aromatischem, pflanzlichem Geschmack und leicht rauchigem Geruch. Preis: 2,79 Euro

Du kannst also sowohl bei Aldi Nord als auch bei Aldi Süd einen hervorragenden Honig zum Toppreis finden. Allerdings: Der Goldland-Honig von Aldi Nord wurde laut Angaben des Discounters mittlerweile im Sortiment ersetzt.

Platz 3: Lidl – Maribel Cremiger Blütenhonig (Note 1,9)

Stiftung Warentest
© Stiftung Warentest

Der günstige Discounter-Honig von Lidl kostet nur 2,79 Euro pro Kilogramm und überzeugt die Expert*innen mit ausgezeichneter Qualität und der Gesamtnote 1,9 („gut“). Er wird als „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ deklariert. Im Geschmackstest punktet er mit seinem pflanzlichen, leicht rauchigen und fruchtigen Aroma. Der Maribel Blütenhonig hat eine cremige, streichzarte Konsistenz und erhält in der Kategorie Schadstoffe die Note „gut“ (1,7).

Platz 4: Netto Marken-Discount – Vom Land Blüten-Honig cremig (Note 1,9)

Stiftung Warentest
© Stiftung Warentest

Auch der Honig von Netto Marken-Discount ist mit 5,58 Euro pro Kilogramm ein echtes Schnäppchen. Er stammt ebenfalls aus einer „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Ländern“. Die Tester*innen beschreiben ihn mit einem gelblichen Farbton und loben seinen pflanzlichen, aromatischen Geschmack. Bei den Schadstoffen schneidet er sogar mit „sehr gut“ (1,5) ab – noch besser als der Lidl-Honig.

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Platz 5: Honigprinz – Blütenhonig flüssig (Note 2,0)

Honigprinz – Blütenhonig flüssig

Honigprinz – Blütenhonig flüssig

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Für alle, die heimischen Honig bevorzugen: Der „Honigprinz“ stammt aus Deutschland und kostet bei Amazon nur rund 4,30 Euro. Die Gesamtnote 2,0 spricht ebenfalls für sich! Er ist wasserhellgelb, geruchlos und im Geschmack mild, mit leichter Akaziennote. Mit seinem Kauf unterstützt du laut Stiftung Warentest Imker*innen, die vor Ort Natur und Landwirtschaft stärken.

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Welcher Honig ist am besten?

All diese Honigsorten kann Stiftung Warentest also durch und durch empfehlen. Hier noch mal die Einordnung:

  • Testsieger: Mit knappem Vorsprung ist „Frühlingssummen“ der Marke Breitsamer der Beste im Test.
  • Preistipp: Fünf Eigenmarken bieten für unter 6 Euro gute Qualität: Netto Marken-Discount, Lidl Maribel, Rewe Ja und Edeka Gut & Günstig.
  • Umwelttipp: Mit dem Kauf von Honig aus Deutschland wie Honigprinz förderst du Imker*innen, die vor Ort Natur und Landwirtschaft stärken.
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Honig im Test: Ein schwieriges Geschäft

Stiftung Warentest prüfte 24 Blütenhonige, darunter Sorten aus dem Discounter und welche mit Biosiegel. Bewertet wurden Geschmack, Authentizität (Pollenspektrum, physikalisch-chemische Beschaffenheit), mögliche Schadstoffe, korrekte Deklaration und Nutzerfreundlichkeit der Verpackung. Krass ist aber vor allem die Preisspanne: Die reicht nämlich von 5,58 bis 24,94 Euro pro Kilogramm.

Die großen Preisunterschiede erklären sich hauptsächlich durch die Herkunft: Laut EU-Statistikamt Eurostat kostete 2023 Honig aus der Ukraine im Schnitt 2,10 Euro je Kilogramm und aus Argentinien 2,40 Euro. Daraus resultieren die günstigen Kilopreise der Discounter von 5,58 Euro.

Die rund 143.000 heimischen Imkerinnen und Imker, von denen etwa 99 Prozent hobbymäßig oder im Nebenerwerb arbeiten, können mit diesen Preisen kaum mithalten. Sie investieren viel Geld in Völker, Ausrüstung, Material und Marketing. Ein Kilo Blütenhonig direkt vom heimischen Imker kostete 2024 laut Fachzentrum für Bienen und Imkerei Mayen rund 12 bis 16 Euro.

FAQ

Wie gesund ist Honig wirklich?

Honig enthält neben Zucker auch kleine Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und Antioxidantien. Laut einer Metaanalyse der Universität Oxford kann Honig Erkältungssymptome der oberen Atemwege ähnlich gut lindern wie übliche Erkältungsmittel, was vermutlich an seinen antimikrobiellen Eigenschaften liegt und daran, dass er sich schützend auf gereizte Schleimhäute legt.
Bei Wunden kann Honig ebenfalls helfen: Das Forschungsnetzwerk Cochrane berichtet, dass mittelschwere Verbrennungen mit Honig oft schneller heilen als mit herkömmlichen Verbänden. Der hohe Zuckergehalt und die antimikrobiellen Substanzen hemmen das Keimwachstum.
Auch bei Einschlafproblemen wird warme Milch mit Honig traditionell empfohlen. Dies funktioniert allerdings vor allem durch das entspannende Ritual. Honig kann zwar das Schlafhormon Melatonin, das der Körper aus einer Milch-Aminosäure bildet, schneller ins Gehirn transportieren, aber die Menge ist sehr gering.

Warum sollte man nicht so viel Honig essen?

Trotz seiner positiven Eigenschaften ist Honig in erster Linie ein Zuckerprodukt und daher kalorienreich. 100 Gramm Honig enthalten etwa 300 Kalorien und bestehen zu rund 80 Prozent aus verschiedenen Zuckerarten (hauptsächlich Fruktose und Glukose). Übermäßiger Konsum kann außerdem den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen (besonders problematisch für Menschen mit Diabetes), Karies fördern, da die zuckerhaltigen Bestandteile den Zahnschmelz angreifen und bei manchen Menschen zu Verdauungsproblemen führen, besonders wenn sie eine Fruktoseintoleranz haben

Ist es gesund, jeden Tag Honig zu essen?

In Maßen genossen kann täglicher Honigkonsum unbedenklich und sogar gesundheitsfördernd sein. Die Betonung liegt dabei auf „in Maßen“ – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, den Konsum von zugesetzten Zuckern (wozu auch Honig zählt) auf maximal 10 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr zu beschränken. Die tägliche Aufnahme kleiner Mengen Honig kann: Das Immunsystem unterstützen, Antioxidantien liefern, die freie Radikale bekämpfen und bei saisonalem, lokalem Honig möglicherweise Allergiesymptome lindern (diese Wirkung ist wissenschaftlich allerdings umstritten).

Stiftung Warentest: 40 Testsieger, die du unbedingt kennen solltest

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