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Sag es laut!

Hier kommt dein ultimativer Guide für heißen Dirty Talk

Frau knabbert am Ohr von Mann
© Unsplash/ Alexander Mass

„Talk dirty to me“ – Das wünscht sich nicht nur Jason Derulo in seinem gleichnamigen Song, sondern auch ein Großteil der Menschen weltweit, wenn es im Bett mal so richtig feurig hergehen soll. Jep, Dirty Talk ist heiß begehrt. Zumindest bei denjenigen, die kein Problem damit haben, ein paar schlüpfrige Zeilen vom Stapel zu lassen. Denn dass das nicht jeder Person super leichtfällt, ist sicher kein Geheimnis. Und genau deswegen klären wir in diesem Artikel alles, was man über Dirty Talk wissen muss – von verschiedenen Arten über Herangehensweisen bis hin zu kleinen Herausforderungen. Also, let's go!

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Was ist Dirty Talk eigentlich genau?

Bevor wir so richtig reingehen ins Thema, sollten wir vielleicht erst einmal klären, was Dirty Talk überhaupt ist. Denn schon hier könnten vielleicht die ersten Missverständnisse aufkommen. Immerhin bedeutet „dirty“ übersetzt „dreckig“ oder „schmutzig“, weshalb viele bei Dirty Talk vielleicht direkt (oder ausschließlich) an super vulgäre Floskeln aus Pornos denken. À la: „Deine Pussy ist so eng für mich“ oder „Du fickst so geil, du dreckige Schlampe!“. Und ja, das gehört natürlich zum Dirty Talk mit dazu und hat auch total seine Berechtigung, wenn man darauf steht.

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Aber Dirty Talk ist eben noch so viel mehr. Es umfasst im Grunde genommen jegliche verbale Kommunikation, die bei intimen Momenten genutzt wird, um die Stimmung anzuheizen und so richtig hornyyy zu werden. Und dabei geht es auch nicht nur um heiße Worte allein (von wortgewandten Liebkosungen bis hin zu wirklich vulgären, fast schon aggressiven Ausdrücken), sondern auch um den Tonfall. Geflüsterte Worte oder eine leicht atemlose Stimme wirken schließlich direkt ganz anders, als wenn einer beim Liebesspiel mit einer komplett monotonen Ausdrucksweise um die Ecke kommen würde. Aber was macht Dirty Talk denn generell so reizvoll?

Der Reiz von Dirty Talk

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Es ist unglaublich HOT. Denn mit Dirty Talk wird beim Sex noch eine prickelnde, auditive Ebene aufgemacht, die es ermöglicht, mit Worten heiße Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Und genau die können gerade beim Vorspiel natürlich äußerst nützlich sein, wenn man in Stimmung kommen will.

Ein weiterer Vorteil von Dirty Talk? Es kann die Intimität zwischen zwei Menschen verstärken und zu einer besseren sexuellen Kommunikation beitragen. Immerhin nutzen viele Leute Dirty Talk auch, um über Wünsche oder versteckte Fantasien zu sprechen. Nur eben in der sexy Variante. Und auch Feedback wird gerne mal dirty verpackt. Und mal ehrlich: Wen macht ein „Ich hatte noch nie so guten Sex!“ oder „Mach genauso weiter“ bitte nicht an?

Dirty Talk kann auch schon beim Sexting anfangen ... Im Video zeigen wir dir ein paar heiße Beispiele:

Sexting: 15 heiße Sprüche für deine Nachrichten Abonniere uns
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Deswegen integrieren wahrscheinlich auch 42 % der Deutschen Dirty Talk in ihrem Sexleben. Das ergab jetzt erst eine repräsentative Online-Befragung der Sprachlernplattform Babbel. Wobei vor allem Männer Dirty Talk schätzen (65 %) und sich teilweise sogar mehr davon in ihrem Sexleben wünschen (42 %). Frauen sind da laut der Studie etwas zurückhaltender (nur 12 % stimmten dieser Aussage zu) und vielen fällt es darüber hinaus schwer, den ersten Schritt zu machen, wenn es um Dirty Talk geht (40 %). Bei Männern trifft das nur auf 33 % zu. Dabei kann man heiße Worte beim Sex wirklich völlig unterschiedlich nutzen, womit wir direkt zum nächsten Punkt kommen:

Die verschiedenen Arten von Dirty Talk

Hier kann man die Sache tatsächlich aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachten. So kann man die erotische Kommunikation zum einen nach Intensität bewerten. Also, ob es sich um einen sanften Dirty Talk handelt (subtile Komplimente), einen etwas deutlicheren Dirty Talk (konkrete Beschreibungen) oder sogar um einen intensiven, harten Dirty Talk mit expliziter Sprache. Hier geht es dann oft auch um Dominanz und Unterwerfung, wie man es aus der BDSM-Szene kennt. Zum anderen kann man Dirty Talk aber auch nach Zeitbezug einordnen. Beschreibt man etwas, das jetzt passiert? Etwas, das man gerne noch in der Zukunft tun möchte? Oder vielleicht auch etwas, das man schon getan hat?

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Wir finden es aber am einfachsten, Dirty Talk nach der Funktion einzuordnen. Dabei gibt es drei Arten:

  1. Der beschreibende Dirty Talk: Hier geht es vor allem darum, laut auszusprechen, was man fühlt, sieht oder sich vorstellt, um so die Stimmung anzuheizen. Das können Sätze sein wie „Ich kann fühlen, wie erregt du bist.“ oder „Wenn wir uns das nächste Mal sehen, reiße ich dir alle Klamotten vom Leib und verwöhne dich ausgiebig mit meiner Zunge.“
  2. Der befehlende Dirty Talk: „Dreh dich um!“, „Sag mir, was du jetzt brauchst!“, „Halt still, während ich dich berühre!“ – All das können Beispiele für den befehlenden Dirty Talk sein, bei dem sexy Anweisungen im Fokus stehen.
  3. Der bestätigende, lobende Dirty Talk: Hier dreht sich alles um positives Feedback à la „Du weißt, wie du mich verrückt machst!“ oder „Du fühlst dich so gut an!“. Diese Art von Dirty Talk kann beim Sex nicht nur unfassbar heiß sein, sondern stärkt natürlich auch das Selbstbewusstsein der anderen Person.
  4. Fantasiebezogener Dirty Talk: Bei dieser Form des Dirty Talks werden imaginäre Szenarien genutzt, um das Feuer zum Brennen zu bringen. Egal, ob Rollenspiele, verbotene Orte, an denen man gerne mal Sex hätte oder auch ganz allgemeine Fantasie-Szenarien – es ist alles möglich. Wenn dein Gegenüber also mit einem „Ich bin heute dein persönlicher Assistent und mache alles, was du willst!“ um die Ecke kommt, weißt du, wohin die Reise geht.
Mann beißt liebevoll in Haut
Beim Dirty Talk sind keine Grenzen gesetzt! (© Unsplash/ Dylann Hendricks | 딜란)

Dirty Talk Beispiele

Du kannst dir sicherlich schon denken, dass die Liste hier lang ist. Die Beispiele sollen also einfach nur als kleine Inspo gedacht sein:

  • „Ich kann spüren, wie erregt du bist.“
  • „Ich liebe das Gefühl deiner Hände auf meiner Haut.“
  • „Dein Duft macht mich verrückt.“
  • „Sieh mich an, während ich dich berühre.“
  • „Niemand küsst so gut wie du.“
  • „Ich habe den ganzen Tag daran gedacht, wie es sein wird, dich zu sehen.“
  • „Sag mir, was du mit mir anstellen willst.“
  • „Dreh dich um, ich will dich von hinten sehen.“
  • „Hör nicht auf damit.“
  • „Ich liebe es zu hören, wie du stöhnst.“
  • „Stöhn für mich ...“
  • „Deine Pussy fühlt sich so feucht an.“
  • „Fick mich!“

... und wir könnten jetzt noch ewig so weitermachen!

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Wie geht man beim Dirty Talk am besten vor?

Wenn du dich eher als Dirty-Talk-Neuling betiteln würdest und bei den ganzen Infos jetzt schon Panik bekommst, ob du das gebacken kriegst, können wir nur so viel sagen: Man kann sich da easy rantasten. Wie genau? Wir haben da mal ein paar Tipps zusammengetragen:

  1. Frag dich, was du willst: Im ersten Schritt solltest du dir überlegen, was dir überhaupt gefällt, beziehungsweise gefallen könnte. Sind dir beim Sex mit deinem Partner oder deiner Partnerin vielleicht sogar schon mal Dinge durch den Kopf geschossen, die du nur nicht laut ausgesprochen hast? Oder wurde dir etwas von deinem Gegenüber gesagt, das dich richtig angemacht hat?
  2. Fang langsam an: Wenn du Dirty Talk mehr in dein Sexleben integrieren möchtest, macht es Sinn, langsam in die Sache zu starten. Lasse hier und da vielleicht mal ein paar heiße, kleine Komplimente beim Liebesspiel fallen und schaue, was das mit dir und deinem Gegenüber macht. Wenn du noch nicht einschätzen kannst, wie dein*e Liebste*r zu Dirty Talk steht, kannst du auch mit ein bisschen Sexting in die Sache starten, bevor du beim Sex direkt den harten Dirty Talk auspackst. Je nachdem, wie die Person auf so eine schlüpfrige WhatsApp reagiert, kannst du dann schauen, wie du weitermachst. Denn wenn etwas beim Dirty Talk vermieden werden sollte, dann, dass sich irgendwer überrumpelt oder – viel schlimmer noch – unwohl fühlt. Laut Babbel hat sich nämlich schon knapp jede siebte Frau (15 %) einmal durch Dirty Talk herabgewürdigt gefühlt.
  3. Achte auf die Reaktion: Dieser Punkt schließt direkt an #2 an. Wenn du die ersten heißen Worte aussprichst, schaue also, wie dein Gegenüber reagiert. Legt er oder sie vielleicht selbst mit dem Dirty Talk los oder ist die Stimmung plötzlich hin? Auch Körpersprache kann viel verraten.
  4. Respektiere Grenzen: Gibt es No-Gos, die dein Boyfriend oder dein Girlfriend hat? Darf es dirty werden, aber eben nicht total hart und vulgär werden? Dann sollte das auf jeden Fall besprochen und respektiert werden.
  5. Sei du selbst: Dieser Punkt ist wahrscheinlich mit am wichtigsten. Denn nichts ist schlimmer, als wenn du dich für deinen Partner oder deine Partnerin verstellst und etwas machst, mit dem du dich eigentlich gar nicht wohlfühlst. Wenn du es also eher sanft magst, dann sei auch genau das! Dein Gegenüber wird eh merken, ob du gerade nur etwas vorspielst oder wirklich bei der Sache bist.

Was macht guten Dirty Talk aus?

Ganz einfach (und wir haben es gerade schon angesprochen): Authentizität! Ja, am wichtigsten ist, dass du bei der ganzen Sache du selbst bleibst und nicht versuchst, die versautesten Sätze aus irgendwelchen Pornos nachzuplappern – wenn das null nach dir klingt. Versuche also, deinen eigenen Vibe zu finden. Du stehst mehr darauf, Dinge zu beschreiben, als dich an dem befehlenden Dirty Talk zu bedienen? Dann go! Mit der Zeit wirst du sicherlich herausfinden, welche Art sowie Sprache und Tonalität sich für dich UND dein Gegenüber richtig anfühlen.

Und apropos Sprache. Die meisten Deutschen bevorzugen laut der Babbel-Umfrage übrigens ihre eigene Muttersprache. Das erklärt sich Maren Pauli, Head of B2B Didactics bei Babbel, folgendermaßen: „Die Bedeutung der eigenen Muttersprache im Dirty Talk zeigt vor allem, dass Vertrauen und Sicherheit eine zentrale Rolle spielen bei einem Thema, das viele Menschen Überwindung kostet. Dennoch haben romanische Sprachen wie Französisch und Italienisch einen hohen Reiz, da sie mit der bevorzugten Dirty-Talk-Tonalität ,zart und verführerisch‘ assoziiert werden.“ Unterschreiben wir so, hehe.

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Aber um das Ganze jetzt hier noch einmal zusammenzufassen: Das Wichtigste ist, dass ihr beim Dirty Talken Spaß habt und – im besten Fall – so richtig geil werdet! Und wenn das nicht so ist, ist das aber auch völlig okay. Sex kann auch ohne Dirty Talk heiß und verrucht sein. ;-)

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