Gewusst? Eine typgerechte Frisur beginnt nicht erst beim Flechten, Zwirbeln und Stecken der Haare, sondern bereits viel früher! Genauer gesagt nämlich beim Scheitel, der sonst eher achtlos und willkürlich gezogen oder einfach in seiner natürlichen Form gelassen wird. Bevor du dir das nächste Mal die Haare machst, solltest du hier also am besten einmal ein paar Sekunden mehr Styling-Zeit investieren. Warum? Weil es für jede Gesichtsform einen Scheitel gibt, durch den die Proportionen des Gesichts ideal betont werden. Erfahre hier, welcher Scheitel am besten zu dir passt.
Wenn du dir morgens die Haare stylst, dann achte doch künftig einmal darauf, welcher Scheitel deiner Gesichtsform am meisten schmeichelt. Denn zwischen Seiten- und Mittelscheitel gibt es Unterschiede in der optischen Wirkungsweise.
Scheitel für runde Gesichter
Hast du eine abgerundete Stirn- und Kinnpartie sowie relativ breite Wangenknochen? Dann hast du eine rundliche Gesichtsform. Diese wirkt etwas flächiger als andere Gesichter, da sie keine sichtbaren Kanten hat.
Dieser Scheitel passt am besten: Runden Gesichtstypen steht ein klassischer Mittelscheitel besonders gut. Dieser lässt das Gesicht schmaler wirken, da breite Wangenpartien durch die seitlich gleichmäßig herunterhängenden Haare kaschiert werden. Das Gesicht wird dadurch optisch gestreckt.
Scheitel für kantige Gesichter
Eckige Gesichter wirken auf den ersten Blick bereits sehr markant. Die Stirn ist meist breit und die Seiten des Gesichts verlaufen geradlinig nach unten. Der Kiefer ist wiederum sehr ausgeprägt und kantig konturiert.
Dieser Scheitel passt am besten: Bei eckigen Gesichtern ist es wichtig, dem Ganzen etwas von seiner Härte zu nehmen. Deshalb eignet sich in diesem Fall ein Seitenscheitel gut. Dieser legt sich schräg über die Stirn und nimmt ihr so etwas von ihrer Fläche. Nach unten fallen die Haare dann weich, sodass kantige Gesichtszüge sanft umspielt werden.
Scheitel für herzförmige Gesichter
Stell dir die Form eines Herzens vor. Schon weißt du, was bei einer solchen Gesichtsform im Vordergrund steht: die Stirn. Dazu liegen die Wangenknochen in der Regel weiter oben, sodass die obere Gesichtshälfte die untere dominiert. Das Kinn ist dann nämlich, ganz wie bei einem Herzen, das spitz zulaufende und recht schmale Ende.
Dieser Scheitel passt am besten: Hier fällt die Scheitel-Wahl ähnlich wie bei einem kantigen Gesicht aus. Ein leicht versetzter Mittelscheitel legt sich über einen Teil der Stirn und deckt diese ganz wortwörtlich ab. Dadurch, dass er jedoch kein richtiger Seitenscheitel ist, fallen die Haare nicht schräg über das gesamte Gesicht, wodurch das spitze Kinn noch unvorteilhaft betont werden würde. Mit dem versetzten Mittelscheitel sind die Proportionen am besten ausgeglichen.
Scheitel für ovale oder lange Gesichter
Dein Gesicht wirkt proportional gleichmäßig und beinahe etwas länglich? Dann hast du Glück, denn diese ovale, ebenmäßige Gesichtsform gilt als ideal, da sie besonders ausgeglichen wirkt. Das einzig „Markante“ an ovalen Gesichtern ist die schmale, lange Form, der du etwas mit dem passenden Haarstyling entgegenwirken kannst.
Dieser Scheitel passt am besten: Versuch einfach mal, mit einem tiefen Seitenscheitel die lange Form deines Gesichts zu unterbrechen. Im Gegensatz zu einem Mittelscheitel, der dein Gesicht nur noch länger wirken lassen würde, sorgt die tiefe, seitliche Variante für ordentlich Volumen auf einer Seite deines Kopfes, sodass die schmale Gesichtsform etwas in die Breite gezogen wird.
Auf welcher Seite trage ich meinen Scheitel am besten?
Bei einem tiefen Seitenscheitel sollte man sich natürlich auch bewusst sein, auf welche Seite man diesen am besten zieht. Die meisten von uns haben eine Schokoladenseite, also eine Seite des Gesichts, die wir irgendwie besser finden als die andere. Den Scheitel ziehst du somit am besten auf der anderen Seite, denn so liegt mehr von deiner „Schokoladenseite" des Gesichts frei.
Ein anderer Tipp: Um die beste Seite für deinen Scheitel herauszufinden, stell dich vor den Spiegel und schau, in welche Richtung deine Nase neigt. Den Scheitel ziehst du dann in die entgegengesetzte Richtung, um dies auszugleichen.
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