Endlich kommt der Sommer zurück und wir können uns die Sonne wieder ins Gesicht scheinen lassen. Wenn es so weit ist und du die ersten Sonnenstrahlen voller Freude genießt, solltest du eine Sache nicht vergessen: Denn die Strahlen sind nicht ganz ungefährlich!
Zumindest, wenn du keinen Schutz für deine Haut benutzt. Deswegen solltest du unbedingt Sonnencreme auftragen. Und wenn du Lust auf ein DIY-Produkt hast, weil du gerade eh genügend Zeit hast, kommt hier die Anleitung, wie du deine Sonnencreme selber machen kannst. Das ist wirklich nicht schwierig!
Warum sollte ich Sonnencreme selbst machen?
Spätestens, wenn du dich im Sommer am See oder Badestrand in der Sonne aalst, solltest du deine Haut sowohl vor dem Sonnenbaden als auch währenddessen mehrmals mit ausreichend Sonnenschutz eincremen. Genauso viel Wert wie auf einen angemessenen Lichtschutzfaktor, solltest du dabei auch auf die Inhaltsstoffe deiner Sonnencreme legen: Produkte aus Drogerie, Parfümerie & Co. enthalten nicht selten Inhaltsstoffe, die du dir sicher nicht jeden Tag auf deine Haut schmieren willst. So zum Beispiel Nanopartikel – winzig kleine Teilchen, die im Verdacht stehen, große Schäden zu verursachen. Damit du ganz genau weißt, was in deinem Sonnenschutz enthalten ist, kannst du eine mineralische Sonnencreme auch ganz einfach aus natürlichen Zutaten selber machen.
Wie mache ich Sonnencreme selbst?
Zutaten
- 30 g Kokosöl mit natürlichem LSF von 7
- 24 g Sheabutter mit natürlichem LSF von 4
- 3 g Jojobaöl pflegt und nährt die Haut
- 3 g Vitamin-E-Öl nährt, spendet Feuchtigkeit und konserviert die Creme
- 30 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl verleiht der Creme Duft
- Zinkoxid (non nano) je nach gewünschtem LSF
Herstellung
- Gib Kokosöl, Sheabutter und Jojobaöl in ein warmes Wasserbad.
- Erhitze das Wasser vorsichtig, bis Kokosöl und Sheabutter geschmolzen sind.
- Nimm die Öle aus dem Wasserbad und lass sie etwas abkühlen.
- Leg eine handelsübliche Staubmaske an, um das Zinkoxidpulver nicht einzuatmen.
- Miss das Zinkoxid nach deinen Wünschen ab und gib es gemeinsam mit dem Vitamin-E-Öl und den ätherischen Ölen zu dem Ölmix aus dem Wasserbad.
- Rühre alles gut unter, bis alles eine homogene Masse ergibt.
- Fülle die Sonnencreme in ein dunkles Glasgefäß oder blickdichtes Cremetiegel.
Anwendung und Aufbewahrung
Trage die Sonnencreme mehrmals täglich auf. Je häufiger du dich im Wasser erfrischst oder je stärker du beim Bad in der Sonne schwitzt, desto öfter solltest du den Sonnenschutz auf deiner Haut erneuern – ganz wie bei herkömmlichen Sonnencremes auch. Du hast deine Sonnencreme selbst gemacht? Lagere sie für maximal 6 Monate im Kühlschrank.
Wie hoch ist der Lichtschutzfaktor in selbstgemachter Sonnencreme?
Natürlich soll auch deine selbstgemachte Sonnencreme über einen Lichtschutzfaktor (LSF) verfügen. Es gibt sehr viele Öle, die natürlichen Sonnenschutz versprechen. Doch meist ist deren Lichtschutzfaktor sehr gering. Oft schützen diese Fette zwar vor der rötenden UVB-Strahlung, nicht aber vor UVA-Strahlung, die der Haut schwer zusetzt, sie schnell altern lässt und Hautkrebs verursachen kann. Die ebenso natürliche Alternative: Zinkoxid als mineralischer UV-Blocker. Zwar enthält Zinkoxid ebenfalls Nanopartikel, aber Nanopartikel ist eben nicht gleich Nanopartikel: Achte beim Kauf von Zinkoxid deshalb auf die Bezeichnung „non nano“ bzw. darauf, dass enthaltene Nanopartikel nicht kleiner als 100 nm, sondern idealerweise 330 nm und grösser sind. So können die Partikel die Schutzbarriere deiner Haut nicht durchdringen und sorgen wie gewollt für Schutz auf der Hautoberfläche.
Je nach erwünschtem Lichtschutzfaktor, kannst du das Zinkoxid in deiner Sonnencreme wie folgt dosieren:
- Für LSF 2 bis 5 = 5 % Zinkoxid
- Für LSF 6 bis 11 = 10 % Zinkoxid
- Für LSF 12 – 19 = 15 % Zinkoxid
- Für LSF 20 und höher = 20 % Zinkoxid
Nach einem ausgiebigen Sonnenbad mit deiner selbstgemachten Sonnencreme hast du einen schönen gebräunten Teint bekommen? Dann klick dich durch unsere Bildergalerie und finde heraus, wie du deine Bräune besonders lange erhalten kannst. Tipp zwei ist so einfach!
Bildquelle: GettyImages/pixdeluxe